Dem „flüssigen Gold“ auf der Spur: Spannende Projekttage des 7. Jahrgangs
In zwei ereignisreichen Tagen des projektorientierten Unterrichts verwandelte sich 26 Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgang in eine Gruppe aus Nachwuchsforschern und Hobby-Imkern, um das faszinierende Ökosystem der Biene und die Geheimnisse des Honigs zu ergründen. Der erste Tag führte uns direkt nach Dresden in das Gläserne Labor im Deutschen Hygiene-Museum. Dort schlüpften wir in die Rolle von Lebensmittelchemikern und führten eine professionelle Honiganalyse durch. Mit dem Refraktometer wurde der Wassergehalt bestimmt und unter dem Mikroskop suchten wir nach Pollen, um die Herkunft der Proben zu bestimmen. Diese wissenschaftliche Arbeit im Labor zeigte uns eindrucksvoll, wie viel Technik und Präzision hinter der Qualitätsprüfung unserer Lebensmittel steckt.
Zurück in der Schule setzten wir unsere Reise am zweiten Tag mit einem tiefen Einblick in die praktische Imkerei fort. Ein fachkundiger Vortrag führte uns in die Arbeitsweise eines Imkers ein, wobei wir die verschiedenen Utensilien – von Rähmchen bis hin zum Smoker – nicht nur anschauen, sondern auch anfassen durften. Besonders spannend wurde es, als wir im Experiment selbst Kunsthonig herstellten und diesen anschließend mit echtem Bienenhonig verglichen. Bei einer großen Verkostung lernten wir die enorme Geschmacksvielfalt verschiedener Honigsorten kennen, während wir uns an einer Lerntheke parallel dazu die theoretischen Grundlagen über die Honigbiene, das Leben im Bienenstock und das Imkern erarbeiteten. Zum krönenden Abschluss der Projekttage wurde es handwerklich: Aus duftendem Bienenwachs fertigten wir eigene Kerzen und nachhaltige Wachstücher für das Pausenbrot an. Am Ende waren sich alle einig: Diese Mischung aus Wissenschaft, Handwerk und Naturerlebnis hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern bei allen Beteiligten für große Begeisterung gesorgt.
Ina Linke und Constanze Hummel









